Führerschein Klasse B

Der Führerschein der Klasse B ist der klassische Autoführerschein. Er berechtigt zum Führen von Kraftfahrzeugen mit einer zulässigen Gesamtmasse von bis zu 3.500 kg und ist damit die wichtigste Fahrerlaubnisklasse für Pkw.

Mit der Klasse B können – unter bestimmten Voraussetzungen – auch Anhänger gezogen und weitere Fahrzeugkombinationen gefahren werden. Für größere oder schwerere Kombinationen kommen die Erweiterungen B96 oder BE infrage.

Was darf ich mit dem Führerschein Klasse B fahren?

Mit der Fahrerlaubnis Klasse B darfst du grundsätzlich Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse von maximal 3.500 kg und mit höchstens acht Sitzplätzen für Mitfahrer neben dem Fahrersitz führen.

Außerdem dürfen Anhänger mitgeführt werden:


  • Anhänger bis 750 kg zulässiger Gesamtmasse
  • Anhänger über 750 kg, wenn die zulässige Gesamtmasse der Kombination aus Pkw und Anhänger 3.500 kg nicht überschreitet


Für schwerere Anhänger gibt es die Fahrerlaubnisklasse BE. Eine weitere Möglichkeit ist die Schlüsselzahl B96, mit der bestimmte Fahrzeugkombinationen bis zu einer zulässigen Gesamtmasse von 4.250 kg gefahren werden dürfen.

Was gehört zur Ausbildung?

Die Ausbildung für den Führerschein Klasse B besteht aus Theorie und Praxis.

In der theoretischen Ausbildung geht es unter anderem um Verkehrsregeln, Verkehrszeichen, Gefahrenlehre, umweltbewusstes Fahren und das richtige Verhalten in unterschiedlichen Verkehrssituationen.

In den praktischen Fahrstunden lernst du, das Fahrzeug sicher zu bedienen und dich selbstständig im Straßenverkehr zu bewegen. Dazu gehören beispielsweise:


  • Anfahren und Anhalten
  • Schalten und Fahrzeugbedienung
  • Beobachtung und Blickführung
  • Abbiegen und Spurwechsel
  • Verhalten an Kreuzungen und Einmündungen
  • Fahren auf Landstraßen
  • Autobahn- und Kraftfahrstraßen
  • selbstständiges und vorausschauendes Fahren
  • Parken und andere Grundaufgaben


Die besonderen Ausbildungsfahrten


Ein fester Bestandteil der praktischen Ausbildung sind die sogenannten besonderen Ausbildungsfahrten. Das sind insgesamt 12 Stück (zu je 45 Minuten). Diese teilen sich auf in:


  • 5 x Überlandfahrt auf Bundes- oder Landstraßen
  • 4 x Autobahnfahrt bzw. entsprechende Kraftfahrstraße
  • 3 x Fahrt bei Dämmerung/Dunkelheit


Wie viele weitere Übungsfahrten erforderlich sind, hängt vom individuellen Ausbildungsstand ab.

Welche Grundfahraufgaben der Klasse B gibt es?


Aufgabe GA-Nummer Bemerkung
Fahren nach rechts rückwärts unter Ausnutzung einer Einmündung, Kreuzung oder Einfahrt 1 von diesen zwei Aufgaben ist eine auszuwählen
Rückwärtsfahren in eine Parklücke (Längsaufstellung) 2 o
Einfahren in eine Parklücke (Quer- oder Schrägaufstellung) 3 von diesen zwei Aufgaben ist eine auszuwählen
Umkehren 4 o
Abbremsen mit höchstmöglicher Verzögerung 5



3 Aufgaben werden ausgewählt. Die Gefahrbremsung ist immer dabei.



Wie läuft die Prüfung ab?

Am Ende der Ausbildung stehen zwei Prüfungen:


Theoretische Prüfung

In der Theorieprüfung wird geprüft, ob du die für das sichere Fahren erforderlichen Kenntnisse beherrschst.


Praktische Prüfung

In der praktischen Prüfung geht es darum, das Fahrzeug sicher und selbstständig im Straßenverkehr zu führen. Dabei werden unter anderem Fahrzeugbedienung, Beobachtung, Verkehrsverhalten und das sichere Bewältigen verschiedener Verkehrssituationen beurteilt.

Eine gute Prüfungsvorbereitung bedeutet deshalb mehr als das Auswendiglernen einzelner Abläufe. Entscheidend ist, dass du das Gelernte auch unter den Bedingungen einer Prüfung sicher anwenden kannst.


Eine umfangreiche Prüfungsreportage kannst du dir hier ansehen.

Ina und ihre Fahrprüfung der Klasse B


B78 – was bedeutet das konkret?

Mit B78 darfst du Fahrzeuge der Klasse B fahren, sofern sie mit einem Automatikgetriebe ausgestattet sind.

Du darfst damit beispielsweise fahren:


  • Automatik-Pkw
  • Elektroautos
  • Hybridfahrzeuge mit Automatik
  • Fahrzeuge mit anderen automatisierten Getriebesystemen, sofern sie rechtlich als Automatikfahrzeug gelten


Nicht erlaubt ist dagegen das Fahren eines Pkw mit klassischem Schaltgetriebe, solange die Schlüsselzahl 78 eingetragen ist.


Wo steht die Schlüsselzahl 78?

Auf dem EU-Kartenführerschein findest du die Schlüsselzahl auf der Rückseite in Feld 12 – in der Zeile der jeweiligen Fahrerlaubnisklasse.

Steht dort beispielsweise bei Klasse B die Schlüsselzahl 78, bedeutet das:

Nur Fahrzeuge mit Automatikgetriebe.

Die Schlüsselzahl 78 ist eine harmonisierte EU-Schlüsselzahl und wird daher nicht nur in Deutschland verwendet.

Führerschein B197 – Automatikprüfung und trotzdem Schaltwagen fahren

Mit der B197-Regelung kannst du die praktische Prüfung mit einem Automatikfahrzeug ablegen und anschließend trotzdem Schaltwagen der Klasse B fahren. Das ist besonders interessant, wenn dir das Fahren mit Automatik leichter fällt, du aber später nicht auf Automatikfahrzeuge beschränkt sein möchtest.


Was ist der Unterschied zu B78?

Bei B78 bist du nach der Prüfung auf das Fahren von Automatikfahrzeugen beschränkt. Bei B197 entfällt diese Beschränkung, wenn du die vorgeschriebene Ausbildung auf einem Schaltwagen absolviert und die dafür erforderliche Bescheinigung erhalten hast.


Wie läuft die B197-Ausbildung ab?

Du lernst zunächst ganz normal das Fahren und kannst einen großen Teil deiner Ausbildung auf einem Automatikfahrzeug absolvieren. Zusätzlich musst du eine mindesten 10 Fstd. dauernde Schaltwagen-Ausbildung absolvieren und zum Abschluss in einer Schaltkompetenzfahrt (15 Minuten) nachweisen, dass du ein Fahrzeug mit Schaltgetriebe sicher bedienen kannst.


Wie sieht die praktische Prüfung aus?

Die praktische Prüfung für Klasse B197 wird auf einem Automatikfahrzeug abgelegt. Du musst also während der Prüfung nicht schalten und kuppeln. Die zusätzlichen Schaltwagenfahrten finden im Rahmen der Ausbildung statt.


Was darf ich danach fahren?

Nach erfolgreicher Prüfung und Erfüllung der B197-Voraussetzungen darfst du Fahrzeuge der Klasse B sowohl mit Automatik- als auch mit Schaltgetriebe fahren.


Hinweis:

Möchtest du anschließend den BE-Führerschein erwerben, muss die Ausbildung und Prüfung mit einem Schaltwagen erfolgen. Andernfalls wird die Fahrerlaubnis der Klasse BE mit der Schlüsselzahl 78 eingetragen und ist damit auf Fahrzeuge mit Automatikgetriebe beschränkt.


B96 oder BE – wann reicht Klasse B nicht mehr?

Wenn du regelmäßig einen größeren Anhänger ziehen möchtest, kann eine Erweiterung der Klasse B sinnvoll sein.

B96 erweitert die zulässige Gesamtmasse der Kombination aus Zugfahrzeug und Anhänger auf bis zu 4.250 kg. Dafür ist keine klassische praktische Prüfung erforderlich; stattdessen wird eine spezielle Fahrerschulung absolviert.

Mit BE dürfen Kombinationen aus einem Fahrzeug der Klasse B und einem Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von bis zu 3.500 kg gefahren werden.

Welche Variante für dich passt, hängt davon ab, welchen Anhänger du tatsächlich ziehen möchtest.

Führerschein Klasse B bei Frey Fahren

Bei Frey Fahren kannst du die Ausbildung auf deinen Alltag und deine persönlichen Ziele ausrichten. Neben der klassischen Ausbildung sind auch Schnellkurse möglich.

Für die Vorbereitung auf die Prüfung stehen außerdem gezielte Inhalte zur Verfügung – von der Ausbildung bis zur konkreten Prüfungssituation.

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Häufige Fragen rund um den Autoführerschein

Anmeldung & Voraussetzungen

Ab wann kann ich den Führerschein machen?

Mit der Ausbildung für den Führerschein der Klasse B kannst du bereits vor dem Mindestalter beginnen. Die Fahrerlaubnis der Klasse B wird grundsätzlich ab 18 Jahren erteilt. Beim Begleiteten Fahren ab 17 ist die Erteilung bereits mit 17 möglich.


Wie alt muss man für den Autoführerschein sein?

Für den normalen Führerschein der Klasse B musst du 18 Jahre alt sein. Beim Begleiteten Fahren kannst du die Fahrerlaubnis bereits mit 17 Jahren erwerben.


Was brauche ich für die Anmeldung in der Fahrschule?

Für die Anmeldung in der Fahrschule brauchst du in der Regel zunächst deine persönlichen Daten und musst den Ausbildungsvertrag abschließen. Für den eigentlichen Führerscheinantrag bei der Fahrerlaubnisbehörde werden zusätzlich verschiedene Unterlagen und Nachweise benötigt.


Welche Unterlagen brauche ich?

Für den Führerscheinantrag der Klasse B werden normalerweise benötigt:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • biometrisches Passfoto
  • Sehtest
  • Nachweis über die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs
  • gegebenenfalls weitere Unterlagen, abhängig von der persönlichen Situation und den Anforderungen der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde.

Die genauen Anforderungen können je nach Behörde leicht variieren.


Wie lange dauert der Führerschein?

Das lässt sich nicht pauschal sagen. Die Dauer hängt unter anderem davon ab, wie schnell du die Theorie und Praxis lernst, wie häufig du Fahrstunden nimmst und wann du deine Prüfungen ablegen kannst.

Wer regelmäßig fährt und Theorie und Praxis konsequent vorbereitet, kann den Führerschein häufig innerhalb einiger Monate erwerben. Es gibt jedoch keine vorgeschriebene Mindestdauer der Ausbildung.


Wie viele Fahrstunden braucht man?

Eine feste Anzahl an normalen Übungsfahrten gibt es bei Klasse B nicht. Wie viele du brauchst, hängt von deinem individuellen Lernfortschritt ab.

Vorgeschrieben sind allerdings 12 besondere Ausbildungsfahrten:


  • 5 Überlandfahrten
  • 4 Autobahnfahrten
  • 3 Fahrten bei Dämmerung oder Dunkelheit


Zusätzlich sind die vorgeschriebenen Theorieeinheiten zu absolvieren. Die Zahl der normalen Übungsstunden richtet sich nach deinem persönlichen Ausbildungsbedarf.


Was kostet der Führerschein insgesamt?

Eine pauschale Gesamtsumme lässt sich nicht seriös nennen. Die tatsächlichen Kosten hängen insbesondere vom individuellen Ausbildungsumfang, der Anzahl der benötigten Übungsfahrten und dem Prüfungsverlauf ab.

Aus unserer langjährigen Erfahrung liegen die Kosten der Fahrschulausbildung für die Klasse B bei den meisten Fahrschülern zwischen etwa 2.900 und 3.900 Euro.

Dieser Erfahrungswert umfasst die Kosten der Fahrschulausbildung. Hinzu kommen die externen Kosten für die Fahrerlaubnisbehörde, TÜV bzw. Prüfungsorganisation, den Erste-Hilfe-Kurs, den Sehtest und das biometrische Passfoto.

Je nach individuellem Ausbildungs- und Prüfungsverlauf kann der tatsächliche Betrag sowohl unter als auch über diesem Erfahrungswert liegen.


Kann ich den Führerschein auch mit 17 machen?

Ja. Mit dem Begleiteten Fahren ab 17 (BF17) kann die Fahrerlaubnis der Klasse B bereits mit 17 Jahren erworben werden. Bis zum 18. Geburtstag darf allerdings nur unter den gesetzlichen Bedingungen und mit einer eingetragenen Begleitperson gefahren werden.


Was ist Begleitetes Fahren ab 17?

Beim BF17 absolvierst du die normale Ausbildung und legst auch die theoretische und praktische Prüfung ab. Nach bestandener Prüfung erhältst du zunächst eine Prüfungsbescheinigung.

Bis zum 18. Geburtstag darfst du damit nur in Begleitung einer in der Bescheinigung eingetragenen Person fahren. Mit dem 18. Geburtstag entfällt diese Begleitauflage.


Wie viele Begleitpersonen darf ich haben?

Du kannst mehrere Begleitpersonen benennen lassen. Es muss also nicht immer dieselbe Person mitfahren.

Die Begleitpersonen müssen allerdings die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen. Unter anderem müssen sie mindestens 30 Jahre alt sein, seit mindestens fünf Jahren eine gültige Fahrerlaubnis der Klasse B besitzen und dürfen zum Zeitpunkt der Antragstellung höchstens einen Punkt im Fahreignungsregister haben.


Noch mehr Fragen zur praktischen Prüfung?

Diese Fragen hören wir besonders häufig. Die Antworten nehmen wir uns nach und nach vor – vielleicht ist deine Frage ja dabei:


Theorieprüfung

  • Wie läuft die Theorieprüfung ab?
  • Wie viele Fehlerpunkte darf man haben?
  • Was passiert, wenn ich die Theorieprüfung nicht bestehe?
  • Wann kann ich die Theorieprüfung wiederholen?
  • Wie viele Fragen kommen in der Theorieprüfung?
  • Welche Fragen sind besonders schwierig?
  • Wie lerne ich am besten für die Theorieprüfung?
  • Wie lange ist die bestandene Theorieprüfung gültig?
  • Kann man bei der Theorieprüfung durchfallen, obwohl man alle Fragen gelernt hat?


Fahrstunden

  • Wie viele Pflichtfahrstunden gibt es?
  • Was sind Sonderfahrten?
  • Wie viele Autobahnfahrten braucht man?
  • Wie viele Nachtfahrten braucht man?
  • Wie viele Überlandfahrten braucht man?
  • Muss ich jede Fahrstunde bezahlen?
  • Wie lange dauert eine Fahrstunde?
  • Wann bin ich bereit für die Prüfung?
  • Wie merkt man, dass man prüfungsreif ist?


Praktische Prüfung

Ablauf und Vorbereitung

  • Wie läuft die praktische Fahrprüfung ab?
  • Wie lange dauert die praktische Prüfung?
  • Was muss ich vor der praktischen Prüfung können?
  • Was macht der Prüfer während der praktischen Prüfung?
  • Darf ich während der Prüfung Fragen stellen?
  • Was darf der Prüfer während der Prüfung verlangen?


Fehler und Durchfallen

  • Welche Fehler führen bei der Fahrprüfung zum Durchfallen?
  • Wie viele Fehler darf man bei der praktischen Prüfung machen?
  • Wann greift der Prüfer ein?
  • Was passiert, wenn der Prüfer bremsen oder eingreifen muss?
  • Kann man durchfallen, obwohl man insgesamt gut gefahren ist?
  • Kann ein vergessener Schulterblick zum Durchfallen führen?
  • Kann man wegen zu langsamen Fahrens durchfallen?
  • Was passiert, wenn man beim Abbiegen einen Fehler macht?
  • Was passiert, wenn man eine rote Ampel übersieht?
  • Was passiert bei einem Fehler beim Einparken?
  • Was passiert, wenn man eine Prüfungsaufgabe nicht schafft?
  • Was passiert, wenn man sich während der Prüfung verfährt?


Nervosität und besondere Situationen

  • Was passiert, wenn man während der Prüfung nervös ist und einen Fehler macht?
  • Was passiert, wenn man während der Prüfung geblitzt wird?


Prüfung nicht bestanden

  • Was passiert, wenn ich die praktische Prüfung nicht bestehe?
  • Wie schnell kann ich die praktische Prüfung wiederholen?




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